Deutscher Gewerkschaftsbund

04.07.2013

Wahlmesse des DGB Augsburg

Jena fordert flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn

Bezirksvorsitzender Matthias Jena

DGB Bayern Bezirksvorsitzender Matthias Jena DGB W.Peitzsch

Zum Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen zu den diesjährigen Landtags- und Bundestagswahlen lud der DGB Augsburg zu einer Wahlmesse in die Kleingartenanlage „Volksfestwiese“. Dabei waren Vertreter aller in Bundes- und Landtag gewählten Parteien anwesend, präsentierten sich großteils an Infoständen und stellten sich den Fragen der Besucher.

In seiner Begrüßung betonte der Augsburger DGB Kreisvorsitzende Helmut Jung die Bedeutung von Politik und Wahlen gerade auch für die Gewerkschaften. Vor 80 Jahren hätten sie mit ihrer Zerschlagung durch die Nationalsozialisten leidvoll erfahren, was Faschismus und Diktatur bedeute. Deshalb sei ihnen heute politische Einmischung wichtig. So seien die Gewerkschaften zwar überparteilich, aber nicht neutral, denn sie setzten sich für die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein und machten diese zum Maßstab ihrer politischen Entscheidung.

Der DGB Bezirksvorsitzende Bayern, Matthias Jena, stellte in seiner rund 30 minütigen Rede die Forderungen des DGB Bayern zu den Landtags- und Bundestagswahlen dar. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Bildung, Regional- und Strukturpolitik und neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Jena forderte dabei die Kostenfreiheit von Bildung in allen Altersbereichen genauso wie die Bekämpfung gravierender regionaler Ungleichgewichte beispielsweise in Wirtschaft und Infrastruktur in Bayern. Zentrales Thema in Jenas Rede war die Forderung nach einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und die Bekämpfung ausufernder prekärer Beschäftigung wie Leiharbeit oder Werkverträge.

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