Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/17 - 24.05.2017

Bundesweiter DGB-Aktionstag am 31. Mai auch in Augsburg

Mit deiner Stimme den Renten-Sinkflug stoppen!

Die DGB-Gewerkschaften wollen den politisch verordneten Renten-Sinkflug stoppen. Deshalb haben sie im vergangenen Herbst mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Mit dem Pendler-Aktionstag am 31. Mai, an dem insgesamt 270 Aktionen in ganz Deutschland durchgeführt werden, erreicht sie ihren nächsten Höhepunkt.

Auch am Augsburger Hauptbahnhof sowie am Bahnhof Hochzoll, am Bahnhof Haunstetter Straße und an der Straßenbahnendhaltestelle der Linie 4 Augsburg Oberhausen Nord an der Stadtgrenze zu Gersthofen werden von 7 bis 9 Uhr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter informieren und für eine starke gesetzliche Rente werben. „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, auf die man sich verlassen kann“, sagte die DGB-Kreisvorsitzende Silke Klos-Pöllinger am Dienstag in Augsburg. „Und im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen. Jede Stimme zählt!“

Bei der Aktion am Augsburger Hauptbahnhof werden neben Silke Klos-Pöllinger auch die bayerische stellvertretende DGB-Vorsitzende Dr. Verena Di Pasquale sowie der Augsburger Bezirksleiter der IG BCE Torsten Falke informieren.

In der DGB Region Schwaben finden weitere Aktionen in Kempten, Lindau, Memmingen, Kaufbeuren, Günzburg, Krumbach und Dillingen statt.

 

Hintergrund:

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt.

Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent. Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de

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Verantwortlich: Wolfgang Peitzsch

 

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