Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20/17 - 18.09.2017

Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik diskutiert

Gemeinsame Sitzung der DGB-Kreisvorstände Neu-Ulm und Günzburg in Attenhofen

Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich die beiden DGB-Kreisvorstände Neu-Ulm und Günzburg in Attenhofen im Gasthof Neumaier ́s Hirsch. Dabei diskutierten die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus den beiden Landkreisen im Beisein der Geschäftsführerin des DGB Schwaben, Silke Klos-Pöllinger, die zwei Schwerpunktthemen regionale Gesundheitspolitik und regionale Arbeitsmarktpolitik.

Beim erste Punkt informierte Helga Springer-Gloning von der Gewerkschaft ver.di über die „dramatische" Personalsituation, auch in den Krankenhäusern in unserer Region, Pflege, wie sie die Patientinnen und Patienten zu recht erwarten, sei nicht mehr gewährleistet. Nachdem ver.di - immer wieder - aber leider bisher ohne ausreichenden Erfolg, auf diese Situation hingewiesen habe, werde jetzt eine tarifliche Lösung, notfalls auch mit Arbeitskampfmaßnahmen, angestrebt, so Springer-Gloning. Die beiden DGB-Kreisvorstände beschlossen einstimmig ver.di bei dieser Auseinandersetzung aktiv und solidarisch zu unterstützen, da wir, so der Neu-Ulmer DGB-Kreisvorsitzende Elmar Heim, alle potentielle Patientinnen oder Patienten sind und ein Interesse daran haben müssen, dass in unseren Krankenhäusern eine Personalausstattung gegeben ist, die eine gute Pflege ermöglicht.

Beim Thema Arbeitsmarktpolitik waren sich die Mitglieder der beiden DGB-Kreisvorstände einig, dass die Arbeitsmarktzahlen in der Region derzeit durchaus erfreulich seien. Allerdings würden die Zahlen nur die halbe Wahrheit zeigen, so der Günzburger DGB-Kreisvorsitzende Werner Gloning, weil sie nur die quantitative, aber nicht die qualitative Seite des Arbeitsmarktes beleuchten. Deshalb fordern die beiden DGB-Kreisvorstände eine zusätzliche regelmäßige qualitative Arbeitsmarktberichterstattung für die Region. Diese solle u.a. die Zahl der befristeten Arbeitsplätze, der Leiharbeitsplätze, der Werkverträge, der nicht tarifgebundenen Arbeitsplätze, der Teilzeitarbeitsplätze, und der geringfügigen Arbeitsverhältnisse erfassen. Wichtige Kriterien seien auch die Nachhaltigkeit von Arbeitsplatzvermittlungen und die Zufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihrem derzeitigen Arbeitsplatz.

Gloning: Hauptziel der Arbeitsmarktpolitik muss es wieder werden, Arbeitssuchende in sozial abgesicherte, nachhaltige „gute Arbeit“ zu vermitteln. Dafür sei eine regelmäßige, regionalisierte, qualitative Berichterstattung auf Dauer unerlässlich.

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