Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25/17 - 21.11.2017

DGB begrüßt geplanten Erhalt des Sozialtickets in Augsburg

Zustimmung zum Beschluss des Augsburger Sozialausschusses

„Die vom Augsburger Sozialausschuss befürwortete Beibehaltung des Sozialtickets vor allem für Hartz-IV-Empfänger, Rentner mit wenig Geld und Asylbewerber ist die richtige Entscheidung. Mobilität muss auch für Menschen mit wenig Geld weiter erschwinglich bleiben“, betont die Augsburger DGB-Kreisvorsitzende Silke Klos-Pöllinger. Der DGB habe sich in den letzten Jahren immer für ein Sozialticket eingesetzt und habe deshalb auch die Streichung des Sozialtickets aus dem neuen AVV-Tarifsystem abgelehnt, so Klos-Pöllinger weiter.

Das vom AVV geplante „Mobil Abo 9 Uhr“ stellt laut der DGB-Kreisvorsitzenden Silke Klos-Pöllinger keine wahre Alternative dar, da viele Nutzer bereits vor 9:00 Uhr den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen müssten und ihn auch nicht über das gesamte Jahr in Anspruch nehmen wollten, sondern in der wärmeren Jahreszeit beispielsweise mit dem Fahrrad unterwegs seien, um Geld zu sparen.

Silke Klos-Pöllinger hofft nun, dass der Augsburger Stadtrat der Empfehlung des Sozialausschusses folgt und der Beibehaltung des Sozialtickets zustimmt, dabei aber auch nochmals über die Zuzahlungshöhe nachdenkt. Die Zuzahlungshöhe soll beim Sozialticket von 27 € auf 39 €, also um rund 45 % steigen. „Wenn du wenig Geld hast, tut jeder Euro weh, den du mehr zu bezahlen hast und zwölf Euro sind da schon sehr viel“, betont Silke Klos-Pöllinger.