Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17/18 - 11.10.2018

Augsburger DGB setzt sich ein für "Respekt und Solidarität"

Am 14. Oktober Demokratie wählen

Auch der Augsburger DGB zeigt wenige Tage vor der Landtagswahl 2018 noch einmal klare Kante gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte. „Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!“ - Ein Banner mit dieser Aussage hängt seit einigen Tagen am Augsburger Gewerkschaftshaus. Jetzt kam der DGB-Kreisvorstand auch noch zu einem Abschlussfoto zusammen und fordert zur Wahl auf.

Hierzu sagt Silke Klos-Pöllinger, DGB-Kreisvorsitzende und Regionsgeschäftsführerin Schwaben: „Demokratie und Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sowie Solidarität und Toleranz leiten seit jeher das gewerkschaftliche Handeln. Deshalb stellen sich der DGB und seine Gewerkschaften seit über 70 Jahren klar gegen jede Form von Rassismus, Faschismus und Antisemitismus. Und wir sehen es als unsere Pflicht, auch weiterhin gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte vorzugehen, die für keinen dieser Werte stehen.“

Vor allem die Ausgrenzungen und Spaltungsversuche von rechts sind Klos-Pöllinger ein Dorn im Auge: „Wir wissen aus den Betrieben, dass die Arbeitswelt vielfältig ist. Bei Gewerkschaften sind Männer und Frauen, Christen und Muslime, Kolleginnen und Kollegen aus unzähligen Nationen aktiv. Wer rassistisch agitiert, greift damit direkt unsere Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund an! Dem stellen wir uns entschieden entgegen!“

Darüber hinaus sei die AfD Klos-Pöllinger zufolge auch inhaltlich keine Alternative für Beschäftigte: „In ihrem 99-seitigen Wahlprogramm für die Landtagswahl finden sich ganze 49 Zeilen, die sich mit der Sozialpolitik beschäftigen.“ Auch die Forderung nach einem Abbau der Staatsquote und einem „schlanken Staat“ könne laut Klos-Pöllinger nur von einer Partei kommen, „die ausschließlich an die Reichen denkt.“ Klos-Pöllinger weiter: „Wir wollen und brauchen einen handlungsfähigen Staat. Beschäftigte und deren Kinder sind angewiesen auf gute Schulen, öffentliche Einrichtungen und eine funktionierende Infrastruktur.“ Auch von Tarifverhandlungen scheine die AfD nicht viel zu halten und beklage einen „sinnfreien Klassenkampf gegen die Arbeitgeber“. Sozialpartnerschaft, Mitbestimmung und Gewerkschaften fänden keine Erwähnung.

Silke Klos-Pöllinger ruft daher alle Beschäftigten auf, wählen zu gehen und mit ihrer Stimme die demokratischen Kräfte zu stärken: „Wer die Grundwerte der Demokratie mit Füßen tritt, wer rassistisch und menschenverachtend auftritt und für die Demokratie eine Gefahr darstellt, hat unsere Stimme nicht verdient! Denn wir setzen uns ein für eine gerechte, solidarische und offene Gesellschaft. Und wir alle haben die Wahl! Mit unserer Stimme müssen wir diejenigen unterstützen, die für Demokratie und Werte wie Respekt und Solidarität stehen.“

Die Gewerkschafterin spricht sich dafür aus, bei der Wahlentscheidung insbesondere die Aussagen der Parteien zu den Themen Wohnen, Bildung, Arbeit, Mitbestimmung und Tarif unter die Lupe zu nehmen. Silke Klos-Pöllinger: „In der Region wird bezahlbares Wohnen immer mehr zum Problem. Die Zahl der Beschäftigten, deren Lohn zum Leben für ihre Familien nicht reicht und die deshalb aufstockende Leistungen beziehen, steigt. Und nur noch 47 Prozent der Beschäftigten in Schwaben arbeiten in einem Betrieb mit Tarifvertrag. Dies nimmt den Menschen Sicherheit. Dagegen muss endlich mehr getan werden.“ 

Hintergrund:

Der offizielle Startschuss für die Kampagne „Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!“ fiel auf der Bezirkskonferenz des DGB Bayern im Januar 2018. Seitdem präsentierten sich in ganz Bayern Betriebsrats- und Gewerkschaftsgremien, Belegschaften, Auszubildende, die Jugend- und Auszubildendenvertretung und noch viele mehr als vielfältiger, lebendiger Teil der bayerischen Gewerkschaften und sie zeigten, für welche Werte Gewerkschaften stehen: Respekt und Solidarität.

Bei der letzten Kreisvorstandssitzung im Oktober kamen auch Vertreter der Augsburger DGB-Gewerkschaften noch einmal zu einem Foto zusammen.

Weitere Informationen sowie alle bisherigen Bilder der Kampagne „Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!“ finden Sie unter https://bayern.dgb.de/dgbrespekt.

 

abcde

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