Deutscher Gewerkschaftsbund

29.05.2018

Augsburger Kreisvorstand diskutiert mit Bürgermeister Kiefer zur Wohnungsproblematik

Gast zum Schwerpunkt „Bezahlbarer Wohnraum“ auf der letzten Augsburger DGB-Kreisvorstandssitzung war der dritter Augsburger Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer. Anlass hierzu war, dass der DGB-Kreisverband auf Initiative der DGB-Senioren mit einer Resolution zu bezahlbarem Wohnraum auf die Stadt zugekommen war und zum raschen Handeln aufrief.

Bei der lebhaften Diskussion waren sich die Vertreter des Augsburger DGB-Kreisvorstands mit Dr. Stefan Kiefer einig, dass die Suche nach bezahlbarem Wohnraum immer mehr zu einem zentralen Problem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werde. Stefan Kiefer betonte, dass die Stadt Augsburg mit verschiedensten Maßnahmen versuche, dem Mangel an Wohnraum entgegenzuwirken. So sei für diese Legislaturperiode der Bau von 600 neuen Wohnungen der WBG geplant, der Mietspiegel endlich eingeführt, ein Augsburger Wohnbüro befinde sich in der Entstehungsphase, Bauland werde neu ausgewiesen und Themen wie eine Zweckentfremdungsabgabe oder eine Quote für geförderten Wohnungsbau würden in den politischen Gremien diskutiert.

Von Seiten des DGB-Kreisvorstands betonte Silke Klos-Pöllinger die Dringlichkeit, gerade für den geförderten Wohnungsbau mehr zu tun. Hier halten die Gewerkschaften die Einführung einer Quote von rund 30% für unabdingbar. Darüber hinaus solle die Stadt über ein wirkungsvolles Leerstandsmanagement ebenso nachdenken wie über erhöhte Grundsteuern für über längere Zeit unbebaute erschlossene Grundstücke. Aber auch Großunternehmen, die immer wieder über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften klagten, seien in die Verantwortung zu nehmen, indem sie mit Betriebswohnungen Wohnraum für ihre Beschäftigten zur Verfügung stellten.

 

Siehe hierzu auch die Resolution "bezahlbarer Wohnraum für Alle":


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